Der Grenadiermarsch gehört zu den Klassikern der österreichischen Hausmannskost und begeistert mit seiner Einfachheit und herzhaften Aromenvielfalt.

Ursprünglich als “Arme-Leute-Essen” bekannt, zeigt dieses Gericht, wie man mit wenigen Zutaten etwas Köstliches zaubern kann. Besonders in der kalten Jahreszeit ist der Grenadiermarsch eine wärmende und sättigende Mahlzeit, die nach Heimat und Tradition schmeckt.
Warum du Grenadiermarsch probieren solltest
Der Grenadiermarsch überzeugt durch seine Kombination aus erdigen und würzigen Aromen, die nicht nur sättigen, sondern auch nostalgische Gefühle wecken.
- Ein Stück Tradition: Für viele Österreicher ist der Grenadiermarsch ein Stück Heimat. Er erinnert an die Küche von Oma, an einfache, aber köstliche Gerichte, die mit viel Liebe zubereitet wurden.
- Ein Spiel der Texturen: Die Mischung aus cremigen, weichgekochten Erdäpfeln und bissfesten Spiralnudeln sorgt für ein harmonisches Mundgefühl. Der leichte Crunch der Zwiebeln setzt dem Ganzen ein angenehmes i-Tüpfelchen auf.
- Vielfältige Aromen: Das leicht rauchige Aroma des Selchfleischs gibt dem Gericht eine unverwechselbare Note, die durch den frischen Geschmack der Petersilie und die feine Würze des Majorans wunderbar ergänzt wird.
Woher stammt Grenadiermarsch?
Der Grenadiermarsch hat seine Wurzeln in der österreichischen und böhmischen Küche. Seinen Namen verdankt das Gericht den Grenadieren, den Soldaten des Habsburgerreichs. Diese brauchten Mahlzeiten, die günstig, nahrhaft und einfach zuzubereiten waren. Was früher als Proviant für Soldaten diente, entwickelte sich mit der Zeit zu einem beliebten Hausgericht in Österreich. Besonders in Arbeiterfamilien und auf dem Land wurde der Grenadiermarsch gekocht, da er sich hervorragend dazu eignet, Reste aus der Küche zu verwerten.
Serviervorschläge für Grenadiermarsch
Mit einem grünen Salat
Ein frischer Blattsalat, etwa mit einem Essig-Öl-Dressing, bildet einen herrlichen Kontrast zu den herzhaften Aromen des Grenadiermarschs. Die Leichtigkeit des Salats bringt Frische ins Gericht.
Mit Spiegelei oder Spinat
Ein Spiegelei, das mit seinem flüssigen Dotter den Grenadiermarsch verfeinert, ist ein klassischer Begleiter. Ebenso schmeckt dazu Blattspinat, leicht mit Knoblauch angebraten.
Mit saurer Gurke oder Sauerkraut
Der säuerliche Geschmack von Gurken oder Sauerkraut ergänzt die deftigen Komponenten und sorgt für eine ausgewogene Balance der Aromen.
Varianten für Grenadiermarsch
Mit Speck oder Rauchwurst statt Selchfleisch – Anstelle von Selchfleisch kann auch Speck oder eine dunkle Rauchwurst (z.B.. Schwarze Pute wenn man kein Schweinefleisch essen möchte) verwendet werden. Dieser verleiht dem Gericht ein noch intensiveres, rauchiges Aroma und zusätzliche Würze.
Mit Gemüse für eine leichtere Variante – Würfeln Sie Karotten, Paprika oder Zucchini und braten Sie diese gemeinsam mit den Zwiebeln an. So bekommt der Grenadiermarsch eine frische und bunte Note.
Vegane Variante – Ersetze das Selchfleisch durch geräucherten Tofu oder Räuchertempeh. Diese Zutaten bieten einen ähnlichen rauchigen Geschmack, und du kannst die Erdäpfel und Nudeln wie gewohnt zubereiten.

Die wichtigsten Zutaten für Grenadiermarsch
Erdäpfel
Die speckigen Erdäpfel bringen die perfekte Konsistenz in das Gericht. Sie zerfallen nicht beim Braten und sorgen für eine sättigende Basis.
Spiralnudeln
Diese Nudeln nehmen die Aromen der anderen Zutaten optimal auf und bieten gleichzeitig Struktur und Biss.
Selchfleisch
Das Selchfleisch gibt dem Gericht sein charakteristisches rauchiges Aroma. Es sorgt für Würze und macht den Grenadiermarsch zu einer herzhaften Mahlzeit.
Zwiebeln
Die angebratenen Zwiebeln liefern eine süßliche Note und verstärken den Umami-Geschmack des Gerichts.
Majoran und Petersilie
Majoran verleiht Tiefe und Würze, während Petersilie für Frische sorgt und das Gericht optisch aufwertet.
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Erdäpfel kochen und schälen: Die Erdäpfel in gesalzenem Wasser weich kochen, auskühlen lassen, schälen und in mundgerechte Würfel schneiden.
2. Nudeln kochen: Die Spiralnudeln in ausreichend Salzwasser bissfest kochen, abseihen und gut abtropfen lassen.
3. Zwiebeln und Selchfleisch anbraten
Die Zwiebeln in feine Würfel schneiden und in einer großen Pfanne mit Öl anbraten, bis sie goldgelb sind. Das Selchfleisch in Würfel schneiden und kurz mitbraten.
4. Erdäpfel und Nudeln hinzufügen: Die Erdäpfel und die Nudeln zu den Zwiebeln und dem Selchfleisch geben, alles gut vermengen und knusprig anbraten lassen.
5. Abschmecken und verfeinern: Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Zum Schluss die Petersilie einrühren und den Grenadiermarsch sofort servieren.

Tipps und Tricks
- Die Erdäpfel am besten schon am Vortag kochen und abkühlen lassen – so lassen sie sich besser schneiden.
- Nudeln nicht zu weich kochen, damit sie beim Anbraten nicht zerfallen.
- Die Petersilie erst ganz am Ende hinzufügen, damit sie ihr frisches Aroma behält.
Weitere Rezeptideen

Grenadiermarsch
Zutaten
- 500 g Erdäpfel speckig
- 300 g Nudeln zB. Spiralnudeln
- 70 g Selchfleisch gekocht
- 2 Stk. Zwiebeln
- 4 EL Öl
- 2 EL Petersilie fein geschnitten
- Salz
- Schwarzer Pfeffer
- etwas Majoran
Anleitung
- Erdäpfel kochen und schälen: Die Erdäpfel in gesalzenem Wasser weich kochen, auskühlen lassen, schälen und in mundgerechte Würfel schneiden.
- Nudeln kochen: Die Spiralnudeln in ausreichend Salzwasser bissfest kochen, abseihen und gut abtropfen lassen.
- Zwiebeln und Selchfleisch anbraten
- Die Zwiebeln in feine Würfel schneiden und in einer großen Pfanne mit Öl anbraten, bis sie goldgelb sind. Das Selchfleisch in Würfel schneiden und kurz mitbraten.
- Erdäpfel und Nudeln hinzufügen: Die Erdäpfel und die Nudeln zu den Zwiebeln und dem Selchfleisch geben, alles gut vermengen und knusprig anbraten lassen.
- Abschmecken und verfeinern: Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Zum Schluss die Petersilie einrühren und den Grenadiermarsch sofort servieren.






